
Datenquellen und Prüfumfang
Jeder Hinweis
braucht eine Grundlage.
Eine Sicherheitsprüfung ist nur so aussagekräftig wie ihre Quellen. Deshalb zeigt Centira, was geprüft wurde, woher ein Hinweis stammt und wo Informationen fehlen.
Öffentlicher Außencheck
DNS und E-Mail-Schutz
Centira liest öffentlich verfügbare DNS-Einträge und untersucht unter anderem SPF, DMARC und DNSSEC. Diese Einträge beschreiben, wer E-Mails für Ihre Domain versenden darf und wie bestimmte Prüfungen abgesichert sind.
Was diese Quelle nicht aussagt
Die Prüfung liest keine Postfächer. Ein vorhandener Eintrag allein beweist weder eine vollständige Absicherung noch die korrekte Konfiguration aller Versandsysteme.
Öffentlicher Außencheck
Website und TLS-Zertifikate
Der Scanner prüft die öffentliche Erreichbarkeit, das TLS-Zertifikat und ausgewählte HTTP-Sicherheitsheader. Dabei geht es um sichtbare Merkmale der Website-Verbindung und des Umgangs mit Browserinhalten.
Was diese Quelle nicht aussagt
Interne Anwendungen, angemeldete Bereiche und der vollständige Quellcode werden damit nicht geprüft. Ein gültiges Zertifikat bestätigt keine Seriosität einer Website.
Mit angebundenem Anbieterzugang
Domain-Reputation
Die Anbindung an Google Web Risk ermöglicht den Abgleich mit bekannten Bedrohungshinweisen. Das ergänzt die technische Prüfung um eine externe Informationsquelle.
Was diese Quelle nicht aussagt
Ohne eingerichteten Zugang ist dieses Modul nicht verfügbar. Neue oder noch nicht erfasste Angriffe können in solchen Listen fehlen.
Bestätigte Domain und passender Anbieterzugang
Bekannte Datenlecks
Have I Been Pwned kann Hinweise auf bekannte Datenlecks und ausgewählte veröffentlichte Datensammlungen liefern. Zusätzliche Hinweise auf durch Schadsoftware entwendete Zugangsdaten hängen vom gebuchten Anbietertarif ab.
Was diese Quelle nicht aussagt
Domainabfragen benötigen die Freischaltung beim Anbieter. Nicht jedes Datenleck ist bekannt oder zeitnah erfasst. Centira stellt keine geleakten Passwörter oder vollständigen Datensätze bereit.
Bestätigte Domain und angebundener Zugang
Öffentliche Code-Verzeichnisse
Der öffentliche GitHub-Codeindex kann Erwähnungen Ihrer Domain in öffentlich zugänglichen Softwareprojekten zeigen. Das hilft, relevante Fundstellen für eine weitere Prüfung zusammenzuführen.
Was diese Quelle nicht aussagt
Eine Erwähnung ist noch kein Datenleck. Private Projekte und nicht indexierte Inhalte sind nicht enthalten. Die tatsächliche Bedeutung einer Fundstelle muss geprüft werden.
Quellenabhängiger Zugang und Freigabe
Leak- und Darknet-Hinweise
RansomLook liefert einen öffentlichen Index von Veröffentlichungen. Eine lizenzierte Intelligence-X-Anbindung kann die Suche auf verfügbare Tor-, Leak- und Paste-Indizes ausweiten. Diese Quellen ergänzen den Blick auf öffentlich bekannte Vorfälle.
Was diese Quelle nicht aussagt
Ein Beitragstitel kann mehrdeutig oder falsch sein. Ein Treffer bestätigt keinen Angriff auf Ihr Unternehmen. Es handelt sich weder um eine vollständige Darknet-Suche noch um den direkten Zugriff auf geschlossene Foren.
Einordnung
Keine Treffer sind nicht immer Entwarnung.
Ein Bericht kann unauffällig sein, weil keine Auffälligkeit gefunden wurde – oder weil eine Quelle nicht verfügbar war. Centira unterscheidet diese Fälle. Prüfen Sie deshalb immer den ausgewiesenen Umfang, den Zeitpunkt und die Herkunft eines Befunds.
Die verfügbare Abdeckung kann sich durch Anbieterlimits, technische Erreichbarkeit oder geänderte Zugangsbedingungen unterscheiden. Verlassen Sie sich auf den Status Ihres konkreten Berichts, nicht allein auf die Liste grundsätzlich möglicher Anbindungen.