
Wissen · Domain-Sicherheit
Ihre Domain.
Ihr digitaler Eingang.
Website, E-Mails und digitale Dienste hängen an Ihrer Unternehmensdomain. Diese öffentlich sichtbaren Merkmale helfen Ihnen, ihren Schutz besser einzuschätzen.
01 / Überblick
Was gehört zur Domain-Sicherheit?
Domain-Sicherheit umfasst mehrere Ebenen: den Zugang zum Domainanbieter, die DNS-Einstellungen, den E-Mail-Versand und die öffentlich erreichbare Website. Ein Außencheck kann einen Teil davon sichtbar machen. Ob etwa das Konto beim Domainanbieter mit einem zweiten Faktor geschützt ist, lässt sich von außen dagegen nicht zuverlässig beurteilen.
Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme: Wer verwaltet die Domain? Welche Dienste versenden E-Mails? Welche Websites und Unterdomains gehören dazu? Halten Sie Zuständigkeiten fest. Technische Änderungen sollten mit der verantwortlichen IT abgestimmt und anschließend geprüft werden.
02 / E-Mail
SPF und DMARC: Regeln für Absender.
SPF legt in einem DNS-Eintrag fest, welche Systeme E-Mails für eine Domain versenden dürfen. Ein fehlerhafter Eintrag kann dazu führen, dass berechtigte Nachrichten abgewiesen werden oder unerwünschte Versandsysteme zu weitreichende Freigaben erhalten.
DMARC baut auf SPF und DKIM auf. Es legt fest, wie empfangende Mailserver mit Nachrichten umgehen sollen, deren Absenderprüfung nicht zur sichtbaren Absenderdomain passt. DKIM ergänzt E-Mails um eine digitale Signatur. Ein öffentlicher Check kann jedoch nicht jede DKIM-Konfiguration aller eingesetzten Versanddienste vollständig erfassen.
Eine strenge DMARC-Regel sollte erst eingeführt werden, wenn alle legitimen Versender berücksichtigt sind. Sonst können auch gewünschte Nachrichten betroffen sein. Der erste Schritt ist daher eine vollständige Liste Ihrer Versanddienste – vom normalen Postfach bis zu Rechnungs- und Newsletter-Systemen.
03 / DNS und Website
DNSSEC und TLS lösen verschiedene Aufgaben.
DNSSEC ermöglicht die Prüfung signierter DNS-Antworten. Es verschlüsselt keine Website und verhindert keine Angriffe auf das Domainanbieter-Konto. Entscheidend ist, dass die Signaturkette korrekt eingerichtet ist.
TLS schützt die Verbindung zwischen Browser und Website. Ein passendes, gültiges Zertifikat ist eine wichtige Voraussetzung. Es sagt aber nicht aus, dass der Betreiber vertrauenswürdig ist oder die Anwendung keine Sicherheitslücken hat.
Sicherheitsheader geben dem Browser zusätzliche Vorgaben, beispielsweise zum Umgang mit eingebetteten Inhalten oder verschlüsselten Verbindungen. Ihre Wirkung hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Empfehlungen sollten deshalb getestet werden, bevor sie produktiv gesetzt werden.
04 / Nächster Schritt
Aus einem Hinweis eine Verbesserung machen.
Prüfen Sie Ihre Domain, ordnen Sie die Ergebnisse mit Ihrer IT ein und dokumentieren Sie Änderungen. Wiederholen Sie den Check nach einer Umstellung des Mailanbieters, einem Website-Umzug oder einer Änderung der DNS-Einstellungen.
Centira unterstützt diese Bestandsaufnahme mit einem kostenlosen Außencheck. Der Bericht nennt die geprüften Merkmale und weist auf fehlende Informationen hin. Interne Zugriffsrechte, Anwendungen hinter einer Anmeldung und eine vollständige Sicherheitsprüfung bleiben zusätzliche Aufgaben.